| Walter Benjamin
For genuine
materialists, there can be no real tension
between the sacred and the profane,
only between illusion and enlightenment
But for the theologically attuned
this tension will continue to exist
as long as we must find our way
in a fallen world.
They may cope with it
by living within law and tradition,
or they may try
to abolish the tension altogether.
Of these,
some withdraw into an otherworldly
mysticism or esoterism
some throw themselves fully into
the world
in hopes of redeeming it
with a new law,
a new gospel,
or a new social order.
Others, like Benjamin,
flirt promiscuously with both possibilities,
remaining a riddle
to themselves
and to all who encounter them. |
Walter Benjamin
Für echte
Materialisten kann es keine reale Spannung geben
zwischen dem Heiligen und dem Weltlichen,
nur zwischen Illusion und Erleuchtung.
Aber für den theologisch Gestimmten
wird diese Spannung fortdauern zu
existieren
so lange, wie wir unseren Weg in
einer gefallenen Welt finden müssen.
Sie mögen damit umgehen,
indem sie innerhalb von Gesetz und
Tradition leben,
oder sie mögen versuchen,
die Spannung insgesamt zu beseitigen.
Von diesen ziehen sich einige zurück
in weltfremden Mystizismus oder
Esotherik,
andere werfen sich ganz in die Welt
in der Hoffnung, sie zu erlösen
mit einem neuen Gesetz,
einer neuen Heilslehre
oder einer neuen sozialen Ordnung.
Andere, wie Benjamin,
flirten unterscheidungslos mit beiden
Möglichkeiten
und bleiben ein Rätsel
für sich
und alle, die mit ihnen zusammentreffen. |
-- Mark
Lilla "The
Reckless Mind: Intellectuals in Politics", Ch. III: Walter Benjamin,
New York Review of Books Collections, 2001 |