
Das Bauernhaus ist im Jahr 1938 aus Ziegelmauern gebaut worden. Aus ökologischen Gründen muß es nachträglich wärmegedämmt werden. Seine breite nach Süden offene Seite ist zweckmäßigerweise transparent zu dämmen, um Sonneneinstrahlung zu gewinnen. Zur Zeit erscheint die transparente Wärmedämmung (TWD) noch unzureichend erprobt und unwirtschaftlich. Daher ist entlang des Wohnteils des Hauses ein wärmeschutzverglaster Wintergarten geplant. Durch Anpassung des Lebensstils an die klimatischen Gegebenheiten unserer Gegend konnte in der Erprobungsphase Juni 1998 - April 1999 bestätigt werden, daß außer bei extremem Frost (-15 C) der Wärmeleistungsbedarf im Haus unter 100 kWh/d (ca. 4 kW) liegt. Der Wintergarten ist so ausgelegt worden, daß er den größten Teil dieses Bedarfs deckt.
Der Heizbedarf kann gering gehalten werden, weil zur Heizung ausschließlich Flächenheizungen benutzt werden (Sockelheizleisten von Paradigma und Fußbodenheizungen). Entsprechend dem Behaglichkeitsdiagramm läßt sich eine angenehme Wohnatmosphäre bei einer ganzen Breite mittlerer Lufttemperaturen erreichen, wenn die Temperatur der Umgebungsflächen entsprechend gewählt wird [3], ausreichend warme Bekleidung vorausgesetzt.
Der Wintergarten kann durch eine Faltwand (kW = 1.5 W/(m2 K) vom Haus abgeschlossen werden. Sie ist eine Pfosten-Riegelkonstruktion (RMG 2.1) mit Einsätzen aus
Die Architektur des Wintergartens geht auf "Taliesin West" zurück, die Schule des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright (1869 - 1959) in Scottsdale, Arizona. Wie dort wird der Boden mit grobem Polycolor-Schiefer ausgelegt. Die Glasflächen werden in Anlehnung an die geometrischen Bilder des in Amersfoort, Holland, geborenen Malers Piet Mondrian (1872 - 1944) aufgeteilt. Der gesamte Teil des Hauses, soweit er vom Wintergarten einsehbar ist, hat als Fliesenmosaik Bilder des abstrakten New Yorker Malers Stuart Davis (1894 - 1964).
Tab. 1: Wärmedurchgangskoeffizienten für die einzelnen Außenbauteile der wärmeübertragenden Umfassungsfläche nach WSchV 1.6.4.2
| Zeile | Bauteil | Material | keq,F | keq,Fi Ai
(W/K) |
| 1.1 | Außenwände | WICTEC 50 + Wärmeschutzglas
kF = 1.6 W/(m2 K) |
keq,Fi = kF g SFi | - |
| 1.2 | Teilfläche Nord: 6.5 m2 | g = 0.53 | 1.05 W/(m2 K) | 6.8 W/K |
| 1.3 | Teilfläche West: 9.65 m2 | g = 0.58 | 0.64 W/(m2 K) | 6.2 W/K |
| 1.4 | Teilfläche Süd: 16.4 m2 | g = 0.53 | 0.33 W/(m2 K) | 5.4W/K |
| 1.5 | Teilfläche Ost: 9.65 m2 | g = 0.58 | 0.64 W/(m2 K) | 6.2 W/K |
| 1.6 | Summe über alle Teilflächen: 42 m2 | - | - | Summei = alle Flächen= keq,Fi AFi = 24.6 W/K |
| 1.7 | - | - | km,Feq = 0.58 W/(m2 K) | - |
| 2.1 | Dach | WICTEC 50 + Wärmeschutzglas, kF = 1.6 W/(m2K) | - | - |
| 2.2 | Teilfläche Nord: 13.8 m2 | g = 0.53 | 1.1 W/(m2 K) | 15.2 W/K |
| 2.3 | Teilfläche Süd: 36.8 m2 | g = 0.53 | 0.33 W/(m2 K) | 12.1 W/K |
| 2.4 | - | - | - | Summei = alle Flächen keq,FiAFi = 27.3 W/K |
| 3.1 | Boden | Aufbau siehe unten | kG = 0.31 W/(m2K) | Berechnung siehe unten |
Bezeichnungen in Tab. 1

| Schicht | Material | Schichtdicke d (mm) | Wärmeleitfähigkeit
W/(m K) |
di/lambdai,
alphai
(m2 K/W) |
kG
(W/(m2 K) |
| - | Erdreich | - | - | - | - |
| 1 | Folie, Polyethylen (PE) | 0.2 | - | - | 1/3.25 = 0.31 |
| 2 | Stahlbeton, B25 | 200 | lambda2 = 2.1 | 0.05 | - |
| 3 | Ausgleichslage, synth. Vlies + Dichtungsbahn, PVC | 5
1.2 |
- | - | - |
| 4 | Dämmung, Polystyrol | 80 | lambda4 = 0.025 | 3.2 | - |
| 5 | Reflex/Gleitbahn, PE, Al-kaschiert | - | - | - | - |
| 6 | Zementestrich & Wärmeträger | 75 | lambda6 = 1.4 | - | - |
| 7 | Fliesenbelag, Schiefer | 15 | lambda7 = 1.0 | - | - |
| - | Innenluft | - | alphai = 1/0.13 | - |

Abb. 3: Monatliches Mittel der Übertemperaturen Ti - Ta, wobei Ti die Innenlufttemperatur und Ta die Außenlufttemperatur ist.
(Sonneneinstrahlung nach Abb. 3.1
oder Tab. 3.1 Zeile 13, Berechnungsgrundlage: Lösung des Gleichungssystems (a) und (b) in Anhang 3.3.1) unter Vernachlässigung der Wärmestrahlungsverluste QStr durch die Glashaut (d.h. unter Verwendung von CSB = 0)
Die Verläufe der Übertemperaturen gelten in guter Näherung für alle in Mecklenburg möglichen Außentemperatur-Verläufe, d.h. für den angesetzten extremen Verlauf (Abb. 3.3 oder Zeile 12, Tab. 3.1) ebenso wie für mildere Jahre.
(Grund: die durch die Glasscheiben abgestrahlte Wärme QStr ist etwa 10 % der gesamten Wärmeverluste (durch Strahlung und Transmission, QStr + QTe + QTa ). Vernachlässigt man den Strahlungsanteil QStr, so enthalten die Bestimmungsgleichungen (a) und (b) in Anhang 3.3.1 im wesentlichen die in Abb.3 gezeichneten Temperaturdifferenzen. Diese sind also von der Außentemperatur Ta unabhängig.)
Zum Beispiel
Abb. 1: Mittlere Heizleistung QW
des Wintergartens.
Heizleistung = 0 bedeutet: Wintergarten wird in diesen Jahreszeiten
vom Heizsystem abgekoppelt, wenn der Wärmeträger nicht die für
die Heizung nötige Temperatur erreicht.
(Sonneneinstrahlung Ih = fh Is,
mit Is nach Abb. 3.1 oder Tab.
3.1 Zeile 13, Außentemperaturen nach Abb. 3.3
oder Tab. 3.1, Zeile 12, Berechnungsgrundlage
in Anhang 3.3.2)
An einem mittleren Sonnentag -sommers wie winters- wird der Wintergartenfußboden nach Abb. 3.2 mit 2.7 ... 8 kWh/(m2d) Wärme bestrahlt. Verwendet man in den Berechnungen der Heizleistung -statt der über einen Monat gemittelten Einstrahlungen nach Abb. 3.1- einen mittleren Wert, also ca. 5 kWh/(m2d) = 200 W/m2, so erhält man die in Abb. 2 angegebenen Wärmeleistungen (beachten: vom Wintergarten kann diese Leistung, z.B. im Winter ca. 20 kWh/d = 1 kW, nur während der Dauer des Sonnenscheins abgezogen werden und erst, nachdem der Wärmeträger warm genug ist, um in die Heizanlage eingespeist zu werden).
Abb. 2: Heizleistung des Wintergartens (QW
in kWh/d oder kW) an einem mittleren Sonnentag. Leistungsabgabe bei Sonnenschein
erst nach Erreichen der Innentemperaturen (TG = 32 C, Ti
= 19 C).
(Sonneneinstrahlung Ih ist ein mittlerer Wert
für Mecklenburg (Abb. 3.2) also ca. 5 kWh/(m2d)
= 200 W/m2. Außentemperaturen nach Abb.
3.3 oder Tab. 3.1, Zeile 12, Berechnungsgrundlage
in Anhang 3.3.2)
Die Abbildungen 4 geben die Heizleistung des Wintergartens (nach 3.3.2) bei verschiedenen Verbundglastypen im Januar und bei mittlerem Sonnenschein (Ih = ca. 5 kWh/(m2d) = 200 W/m2 an. Außer der sonnenbestrahlten Dachfläche sind alle Glasflächen innen mit einer 80 mm dicken Polystyrolschicht abgedeckt, die lose in die Pfosten-Riegel-Konstruktion gestellt wird.
Auf den eingezeichneten Linien (Konturen) ist die Heizleistung konstant. Es wurden Linien gleicher spezifischer Heizleistung QW/AG für den Bereich QW/AG = 21 W ... 63 W pro m2 Wintergartenbodenfläche eingezeichnet.
Für jede Emissivität epsilon der zur Verringerung der Abstrahlung bedampften Glasscheibe wurde eine getrennte Zeichnung angefertigt, weil die Konturlinien von epsilon abhängen.
Die Wärmeleistung des Wintergartens bei den verschieden Glastypen wurde durch die Lage der Glasnummer gekennzeichnet.
Beispiel für die Interpretation der Abbildungen 4 (siehe Hervorhebung durch Kreis und gestrichelte Linien in Abb. 4d):
|
Mit der Glastype N18 (identisch mit SN1.1) der Charakteristika
|
![]() Quelle: Interpane.net |
Abb. 4 a: Energetischer Vergleich der Glastypen 123, 129, 213, N20, N24 mit Luft im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.04. x=Achse: g = Gesamtenergiedurchlaßgrad, y-Achse: kv = Wärmedurchgangskoeffizient. Geraden geben Konturen gleicher Heizleistung des Wintergartens an. Die gewählte Einheit der Heizleistung ist kW h/(m2 d) mit d = 24 h.
Daten wie im
Kasten angegeben (solare Einstrahlung Ih
= 200 W/m2 = 4.8 kWh/(m2 d),
Außen-, Fußboden- und Lufttemperaturen = -8
C, 32 C und 19 C).
Beispiel für die Benutzung der Graphik:
Berechnungsgrundlage in Anhang 3.3.1. Rahmenanteil (Rahmenmaterialgruppe RMG = 2.5 W/(m2 K) der Pfosten-Riegelkonstruktion des Glashauses) am Glashaus ist etwa 17 %. Wärmeverlust durch diesen Rahmen wurde vernachlässigt.
Eine Aufheizung QW = 0.5 kWh/(m2d) wird erreicht durch
Links zu verwendeten Mathematica-Notebooks:
Abb. 4 b: Energetischer Vergleich der Glastypen 6, 52, 505, N20, N24 mit Luft im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.07.
Abb. 4 c: Energetische Bewertung der Glastype TP6 mit Luft im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.08.
Abb. 4 d: Energetischer Vergleich der Glastypen 155,
161, 214, N18, N20, N24,
SN1.1
mit Argon im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der
beschichteten Scheibe von epsilon = 0.04.
Durch die -bei den Berechnungen immer vernachlässigte- Wärmedurchlässigkeit des Rahmens (RMG = 2.5, Rahmenanteil = 17 %) erhöht sich die Wärmedurchlässigkeit des Glashauses mit der Scheibe SN1.1 von 1.1 W/(m2 K) auf 1.27 W/(m2 K), und damit erniedrigt sich die spezifische Heizleistung des Glashauses QW von
1.2 kWh/(m2d) auf 1.1 kWh/(m2d).
Zum Vergleich: Eine photovoltaische Zellen hat einen Wirkungsgrad von etwa 10 %, d.h. bei der angenommenen Sonnenenergie-Einstrahlung Ih
= 200 W/m2 = 4.8 kWh/(m2 d) erhält man von ihr 0.5 kWh/(m2 d) (Dünnschicht-Solarzelle, Bericht in Forschung Aktuell des Deutschlandfunks, 6. Mai 2002, Vertrieb durch Kepton).
Energiegewinn durch die Scheibe SN1.1
Die Scheibe SN1.1 ist durch einen
offenen Kreis und ihre Koordinaten (kv = 1.1 W/(m2
K), g = 0.64) sind durch gestrichelte Linien hervorgehoben. Bei den im
Kasten der Abbildung angegebenen Daten (solare Einstrahlung Ih
= 200 W/m2 = 4.8 kWh/(m2 d),
Außen-, Fußboden- und Lufttemperaturen = -8
C, 32 C und 19 C) erhält man eine
solare spezifische Heizleistung des Glashauses von QW
= 1.2 kWh/(m2d) AG.
Abb. 4 e: Energetischer Vergleich der Glastypen 15, 16, 53, 59, 63, 514, 535 - 537, 539, N20, N24 mit Argon im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.07.
Abb. 4 f: Energetische Bewertung der Glastype TP3 mit Argon im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.08.
Abb. 4 g: Energetischer Vergleich der Glastypen 125, 159, 185, 284 mit zur Hälfte Argon und Krypton im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.04.
Abb. 4 h: Energetischer Vergleich der Glastypen 196, 173 mit Krypton im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.04.
Abb. 4 i: Energetischer Vergleich der Glastypen 173, 275 mit Krypton im Scheibenzwischenraum und einer Emissivität der beschichteten Scheibe von epsilon = 0.07.
Zusammenfassung der Abb. 4: Die geeignetsten Gläser sind:
Abb. 3.1: Die über jeden Monat gemittelte tägliche direkte plus diffuse solare Einstrahlungsleistung Is auf eine 45 Grad geneigte nach Süden ausgerichtete Fläche nach [3].
Abb. 3.2: Charakteristische Sonneneinstrahlung Ih in Deutschland nach [4].
Bedeutung der Ziffern an der x-Achse (Wetterbedingungen)
Abb. 3.3: Mittlere Monatstemperaturen Ta nach [1, 2].
Abb. 3.4: Behaglichkeitsdiagramm nach Ihle, Bader, Golla [S. 227 in 3].
Abb. 3.5: Höhe der Sonne über dem Horizont (Grad) in den Monaten Januar - Dezember in Abhängigkeit von der Uhrzeit. Geographixche Breite: 49 Grad, nördlich
(nach Healthy Building Konzept, 2/2000, Renson - Innovation durch Ventilation, I.Z. Flanders Field, B-8790 Waregem, Belgien, Tel.: +32 56 62 71 11, Fax: +32 56 60 28 51, E-Mail)
Die in 2.2.1 angegebenen Ergebnisse beruhen auf folgenden Gleichungen. Die verwendeten Symbole werden in 3.4 erklärt.
|
(1) Sonnenbestrahlung der Wintergarten-Grundfläche [7] Qs = Ih g AG. (2) Transmissionswärmeverlust durch die Glashaut in die Außenluft [7] QTa = (kGlas AF + kw Aw) (Ti - Ta) + QStr. (3) Transmissionswärmeverlust durch den Boden ins Erdreich [7] QTe = kG AG (TG - 5 C). (4) Wärmeübergang vom solar erwärmten Estrich in die Wintergarten-Innenluft [6], alphai und lambda7 Qi = ki AG (TG - Ti) (5) Wärmeabstrahlung durch die Glashaut [5]
(Annahme: Abstrahlung nur durch die nicht mit Polystyrol abgedeckten Flächen AF)
epsilon ist das Emissionsvermögen der dem Scheibenzwischenraum zugewandten Flächen:
|
|
Die Berechnungen gehen von den folgenden zwei Fällen 3.3.1 und 3.3.2 aus.
(a) Qs = QTe + Qi
und die Innenluft wird solange aufgeheizt, bis
(b) Qi = QTa.
Die beiden Gleichungen (a) und (b) werden nach den beiden Unbekannten Ti und Ta aufgelöst.
Analytische NäherungDa der Beitrag der Wärmeabstrahlung QStr wegen epsilon2 = 0.04 gering ist (ca. 10 % von Qs)
gilt angenähert
Als "Übertemperatur" wird die Differenz der Lufttemperaturen zwischen innen und außen definiert: (Ti - Ta).
Obergrenze der Übertemperatur:
Wenn man im Gleichungssystem (a) und (b) -neben der Abstrahlung QStr- auch noch den Wärmeverlust an das Erdreich QTe
(bei TG = 20 C weniger als ein Viertel des Verlusts durch Transmission)
vernachlässigt, heizt sich der Wintergarten unter Sonneneinstrahlung
solange auf, bis die gesamte Sonneneinstrahlung wieder durch Transmission durch die Glashaut verlorengeht:
Qs = QTa oder mit (AF kF)eff = kGlas AF + kW AW
Ti - Ta = 1/(AF kF)eff Qs. (Obergrenze der Übertemperatur)
| AD | vom Hausdach abgeschattete Wintergarten-Dachfläche (s. Tab. 3.1). |
| AF | nach Süden ausgerichtete Dachfläche des Wintergartens (s. Tab. 3.1). |
| AG | vom Wintergarten überdeckte Grundfläche (s. Tab. 3.1). |
| AW | Wandfläche des Wintergartens + AD (s. Tab. 3.1). |
| C | Celsius = K - 273 |
| CSB | Stefan-Boltzmann-Strahlungsübergangszahl (CSB = 5.67 W/(m2 K4) [5]. |
| d | Abkürzung für Tag. d = 24 h. |
| epsilon1 | effektives Emmissionsvermögen der äußeren Glasscheibe (epsilon1 = 0.96). Definition in Gleichung 5 [8]. |
| epsilon2 | effektives Emmissionsvermögen der beschichteten (inneren) Glasscheibe (epsilon2 = 0.04) [8]. |
| fh | Verminderung der Einstrahlung durch Klappen einer nach Süden ausgerichteten und 45 Grad geneigten Empfängerfläche in die Horizontale. Im Sommerhalbjahr ist fh = 1, im Winterhalbjahr fh = 0.58 [4]. |
| g | Gesamtenergiedurchlaßgrad der Verglasung. (g = 0.55) [8]. |
| h | Abkürzung für Stunde. |
| Ih | Sonneneinstrahlung (kWh/(m2 d)) auf eine horizontale Fläche. In den Rechnungen werden entweder die in Abb. 3.2 angegebenen Werte oder Ih = Is fh verwendet. |
| Is | Mittelwert der täglichen Einstrahlung (kWh/(m2 d)) auf eine um 45 Grad geneigte nach Süden ausgerichtete Fläche (in Abb. 3.1 bzw. Tab. 3.1 angegeben). |
| kGlas | Wärmedurchgangskoeffizient durch die Glasflächen (s. Tab. 3.1). |
| kW | Wärmedurchgangskoeffizient durch die mit Polystyrol-Einsätzen abgedeckten Wandflächen (s. Tab. 3.1). |
| K | Kelvin. |
| m | Meter. |
| mm | Millimeter. |
| Qs | Einstrahlungsleistung auf die Grundfläche des Wintergartens (kWh/d). |
| QTa | Transmissionswärmeverlust (kWh/d) aus dem Wintergarten in die Außenluft. |
| QTe | Transmissionswärmeverlust (kWh/d) aus dem Wintergarten ins Erdreich. |
| QStr | Wärmeabstrahlung (kWh/d) vom Glashausboden durch die Glashaut [(5)] |
| Qi | Wärmeübergang vom Estrich in die Wintergarteninnenluft (kWh/d). |
| QW | Heizleistung des Wintergartens (kWh/d). |
| Ta | Außenlufttemperatur (s. Abb. 3.3 und Tab. 3.1) |
| Te | Temperatur des Erdreichs unter dem Wintergarten. Te = 5 C. |
| TG | Fußbodentemperatur im Wintergarten. TG = 32 C bei Benutzung des Wintergartens als Heizquelle. |
| Ti | Innenlufttemperatur im Wintergarten. Ti = 19 C bei Benutzung des Wintergartens als Heizquelle. |
| 5 C | Temperatur des Erdreichs unter dem Wintergarten (gleichbleibend im ganzen Jahr). |
Tab. 3.1 gibt die in den Berechnungen verwendeten Daten an, soweit sie nicht schon in Tab. 1 angegeben wurden.
Tab. 3.1: Daten zur Berechnung der Wärmebilanzen und Temperaturen
| Zeile | Bezeichnung | Formelzeichen | Wert |
| 1 | Wärmeübergangswiderstand an der Grenzfläche Glas - Außenluft | alphaa | 1/0.04 W/(m2 K)[5] |
| 2 | Wärmeübergangswiderstand an der Grenzfläche Fliesen - Innenluft | alphai | 1/0.13 W/(m2 K)[6] |
| 1 | Wärmeübergangswiderstand an der Grenzfläche Glas - Außenluft | alphaa | 1/0.04 W/(m2 K)[5] |
| 2 | Wärmeübergangswiderstand an der Grenzfläche Fleisen - Innenluft | alphai | 1/0.13 W/(m2 K)[6] |
| 3 | Wärmeübergangswiderstand durch das Wärmeschutzglas (s. Tab. 1) | kF | 1.7 W/(m2 K) |
| 4 | Wärmedurchgangskoeffizient vom Innenraum durch die Glaswand in die Außenluft | kGlas = (1/alphaa + 1/kF)-1 | 1.6 W/(m2 K) |
| 5 | Wärmedurchgangskoeffizient vom Innenraum durch die mit d4 = 90 mm Polystyrol abgedeckte Glaswand in die Außenluft | kGlas = (1/alphaa + 1/kF + d4/Lambda4)-1 | 0.3 W/(m2 K) |
| 6 | Wärmedurchgangskoeffizient zwischen Estrich und Erdreich (s. Tab. 1) | kG = (Summe i = 2, 4 di/lambdai)-1 | 0.31 W/(m2 K)[5] |
| 7 | Wärmedurchgangskoeffizient zwischen Estrich und Innenluft (s. Tab. 1) | ki = (1/alphai + d7/lambda7)-1 | 5.6 W/(m2 K)[5] |
| - | Glasfläche | - | 93 m2 |
| 8 | sonnenbestrahlte Dachfläche (22 Grad geneigt) | AF | 37 m2 (neu: 45 m2) |
| 9 | vom Haus abgeschattete Dachfläche | AD | 6 m2 |
| - | Wandflächen | AW | 50 m2 |
| - | davon Südwandfläche | - | 16 m2 |
| - | davon West/Ostwandfläche | - | 10 m2 |
| - | davon Nordwandfläche | - | 14 m2 |
| 10 | Grundfläche | AG | 31 m2 (neu: 39.4 m2) |
| 11 | Temperatur des Erdreichs unterhalb des Anbaus | Ts | 5 C, alle Monate gleichbleibend |
| 12 | Jahresgang der Außenlufttemperatur [1, 2] | Ta | (-8, -10, -3, 0, 8, 15, 20, 20, 15, 8, 5, 0.2) C |
| 13 | Jahresgang
der täglichen Sonneneinstrahlung auf eine 45 Grad nach Süden
geneigte Fläche [1, 3]
(lokales Link zur Daten-und-Definitionen-Datei "Wärme Data&Definitions", siehe auch [9] ("direkte ("globale") und diffuse Einstrahlung)") |
Is | (0.8, 1.55, 2.7, 4.25, 4.8, 4.3, 3.8, 3.75, 3.5, 1.9, 1.1, 0.4) kWh/(m2 d) |
| 14 | Jahresgang der täglichen Sonneneinstrahlung auf eine horizontale Fläche[4] | Ih = fh Is | f fh = 1 (April - Sept.) |
| 15 | Kosten des Wintergartens | Material
Arbeit |
32 000 DM
7 000 DM |
[2] Günther Kraft, Handbuch der Technischen Gebäudeausrüstung, 2. Auflage, VEB Verlag für Bauwesen, Berlin, 1983.
[3] Claus Ihle, Rolf Bader, Manfred Golla, Tabellenbuch - Sanitär, Heizung, Lüftung, Schroedel Schulbuchverlag GmbH, Hannover, 1991.
[4] RWE Energie Bau-Handbuch, 12. Ausgabe, RWE Energie AG, Bereich Anwendungstechnik, D-45117 Essen, Tel.: (0201) 12 - 01, Fax: (0201) 12 - 2 45 43, www.rweenergie.de, 1998.
[5] DIN EN 673, Wärmedämmung von Verglasung - Berechnungsregeln zur Bestimmung des stationären U-Werts (Wärmedurchgangskoeffizient) von Verglasungen. Deutsche Fassung prEN 673:1992, Normenausschuß Materialprüfung (NMP) im DIN, Deutsches Institut für Normung e.V., Burggrafenstraße 6, Berlin, 1992.
[6] DIN 4701, Teil 2, Normenausschuß Heiz- und Raumlufttechnik (HR) im DIN, Deutsches Institut für Normung e.V., Burggrafenstraße 6, Berlin, 1983.
[7] Wärmeschutzverordnung 1995, Bundesgesetzblatt Teil I, 24. 8. 1994.
[8] Angaben des Herstellers, Bundesanzeiger.
[9] Direkte ("globale") und diffuse Sonnen-Einstrahlung, Bauphysik online, Professur für Bauphysik, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Klima - Direktstrahlung-Diffusstrahlung
