Home -- Wissenschaften/Sciences -- Literature -- Globale Erwärmung/Global Warming -- Zahlen und Daten/Data


Daten und Zahlen


 Suche Nachrichten-Suche 
Hier finden Sie Nachrichten zu Ihrem Suchbegriff - Sie können den Zeitraum angeben oder auch Suchbegriffe kombinierenErweiterte Suche

Lighting the Way: Toward a Sustainable Energy Future

The InterAcademy Council has released a new report, commissioned by the governments of Brazil and China, identifying and detailing the scientific consensus framewok for directing global energy development. Lighting the way: Toward a sustainable energy future lays out the science, technology and policy roadmap for developing energy resources to drive economic growth in both developed and developing countries while also securing climate protection and global development goals.

Oil Prices and Public Energy Research and Development Funding
Figure 4.2 is taken from 4.4 The Role of Science and Technology in Chapter 4: The Role of Government and the Contribution of Science and Technology, Lighting the Way: Toward a Sustainable Energy Future. The latter part 4.4 also analyzes the rather large R&D needs spectrum (click here, in cache).

For more information on the report, see the press release or the IAC's "Lighting the Way" brochure and further background information. To view or download the full report, click here.

5 POTENTIALBETRACHTUNG UND MASSNAHMENKATALOG:
5.1.2 Private Haushalte

aus

Klimaschutz: Plan B - Nationales Energiekonzept bis 2020"

Dr. Katja Barzantny, Sigrid Achner, Eutech Energie und Management GmbH; Andree Böhling, Greenpeace e.V.

Der Anteil der elektrischen Energie am Endenergieeinsatz von Haushalten sowie Gewerbe, Handel, Dienstleistungen ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Wenn auch die Zuwachsraten in der Vergangenheit deutlich abgenommen haben, wird unter weitestgehend unveränderten Rahmenbedingungen auch künftig ein weiterer Zuwachs erwartet. Gründe für die Verbrauchsentwicklung liegen neben dem anhaltenden Wirtschaftswachstum u.a. in der vielfach noch weiter ansteigenden Ausstattung der Haushalte und der Wirtschaft mit elektrischen Geräten (z.T. verbunden mit einer Zunahme der Gerätegröße) und Anlagen (Umweltbundesamt (UBA): Nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Zukunft dauerhaft umweltgerecht gestalten, Berlin, 2002, S. 134). An erster Stelle stehen dabei Telekommunikations- und EDV-Anlagen sowie Anlagen zur Kühlung und Klimatisierung. Im Haushaltsbereich sind hierfür maßgeblich sozioökonomische Trends (Anstieg der Single-Haushalte, steigendes Einkommen, sinkendes Zeitbudget für Hausarbeit usw.) verantwortlich. Im Sektor GHD ist eine entscheidende Ursache im wirtschaftlichen Strukturwandel hin zu kommunikations- und informationsintensiven Dienstleistungsbranchen zu sehen. Im Hinblick auf die aktuellen Verbräuche im Jahr 2004 weisen die Energiedaten des BMWi (2006) folgende Zahlen aus: Stromverbrauch HH ca. 140 TWh Stromverbrauch GHD ca. 125 TWh Hierin enthalten sind die Verbräuche für Beleuchtung, Information und Kommunikation, mechanische Energie sowie der Stromeinsatz für die Prozesswärme-, Warmwasser- und Raumwärmebereitstellung. Einen Überblick über den Haushaltsstromverbrauch nach Anwendungsarten gibt die Tabelle 5-1.

Tabelle 5-1: Haushaltsstromverbrauch (140 TWh im Jahr 2004, Quelle: BMWi, 2006) nach Anwendungsarten 2001 (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)/Umweltbundesamt (UBA)/Forschungszentrum Jülich/Fraunhofer-Institut für System- und Innovationstechnik (ISI): Politikszenarien für den Klimaschutz † Langfristszenarien und Handlungsempfehlungen ab 2012 (Politikszenarien III), Berlin, 2004).
140 TWh = 360 W Jahr/Haushalt 40 106 Haushalte (wobei 40 106 = grob abgeschätze Zahl der Haushalte)
13.3 TWh = Leerlaufverluste ohne die bei Warmwasserbereitung (Quelle: UBA 2001)

Einsparpotential-Schätzungen

  • Bundesminister für Umweltschutz, Szenario NaturschutzPlus II in: Ökologisch optimierter Ausbau der Nutzung Erneuerbarer Energien, 2004
    1. 2004 - 2010: Reduktion um insgesamt 28 TWh auf 112 TWh pro Jahr (entspricht 20 % von 140 TWh)
    2. 2011 - 2020: Reduktion um insgesamt weitere 35 TWh auf 77 TWh pro Jahr (entspricht 31 % von 112 TWh oder 45 % von 140 TWh)
  • Deutsche Energieagentur (dena): Presseinformation. Auszüge aus dem Statement von Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), auf dem Energiegipfel, Berlin, 2006
    1. 2015: Reduktion um 18 % von 140 TWh
    2. 2020: Reduktion um 25 % von 140 TWh

Haushaltstromverbrauch nach Anwendungsarten
Quelle: Dr. Katja Barzantny, Sigrid Achner, Eutech Energie und Management GmbH; Andree Böhling, Greenpeace e.V. "Klimaschutz: Plan B - Nationales Energiekonzept bis 2020", Greenpeace e.V., Große Elbstraße 39, 22767 Hamburg, Tel. 040/30618-0, Fax 040/30618-100, E-Mail: mail@greenpeace.de

Anwendung Anteil (%)


Licht .... 7,0
Kühlschrank .... 8,6
Gefriergerät .... 8,3
Elektroherd .... 7,7
Waschmaschine .... 3,6
Wäschetrockner .... 2,4
Geschirrspüler .... 2,7
Warmwasser .... 11,2
TV, Audio, Video, PC .... 5,8
Kleinheizgeräte .... 2,2
Elektroheizung .... 15,6
Sonstige .... 24,9

Summe .... 100,0
Hierin sind die Leerlaufverluste der Geräte enthalten. Diese werden nach UBA 2001 mit insgesamt 13,3 TWh jährlich (ohne Leerlaufverluste für die Warmwasserbereitung) für den Haushaltsbereich beziffert. Insgesamt entfällt auf die Prozesswärme der größte Anteil am Stromverbrauch, gefolgt von mechanischer Energie und elektrisch bereitgestellter Raumwärme (Wagner, U.: CO2-Vermeidungskosten im Kraftwerksbereich, bei den Erneuerbaren Energien sowie bei nachfrageseitigen Energieeffizienzmaßnahmen, München, 2004, Tab. 7-1, S. 96).


Energieverbrauch durch Benutzung des Internets

Quellen:
  1. Titus Arnu, "Hoher Stromverbrauch: Klimakiller Internet", sueddeutsche.de, 22.10.2007
  2. Greenpeace, Atomstromfreies Internet: Was kann ich tun? - Mach mit!
  3. Frank Ufen, "Energiefresser Internet", Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Wochenende, 12.11.2007

Nach Schätzung des Freiburger Ökoinstituts verbraucht das Internet weltweit 20 GW elektrische Leistung. Das weltweite Datennetz verbraucht gewaltige Mengen an Strom und könnte mitverantwortlich sein für den Klimawandel.

  • Google: Eine Suchanfrage = 11 Wh
    Eine einzige Such-Anfrage bei Google verbrauche so viel Strom wie eine 11-Watt-Energiesparlampe pro Stunde, meldet die New York Times.

  • eBay: Eine Auktion der Dauer einer Woche: 30 Wh
    Eine eBay-Auktion, die eine Woche dauert, kostet ungefähr 30 Wattstunden Strom und führt zu einem Kohlendioxidausstoß von 18 Gramm. Doch wirkt es sich spürbar aus, dass jährlich Hunderte von Millionen Online-Auktionen stattfinden.

  • Spiele: Eine Figur in Second Life: 1752 kWh pro Jahr
    Eine Figur in "Second Life" frisst durchschnittlich 1752 Kilowattstunden pro Jahr - das ist mehr als mancher echte Mensch im Jahr verbraucht, zum Beispiel in Indien.

  • CO2-Emission der deutschen Internetnutzung im Jahr 2001: 4 Millionen Tonnen = 1/2 % von Deutschlands Gesamtemission an Treibhausgasen
    • Basierend auf Daten des Prognos-Instituts und des Umweltbundesamtes haben Klimaforscher errechnet, dass der Stromverbrauch des Internets einen CO2-Ausstoß von 4 Millionen Tonnen pro Jahr verursacht, allein in Deutschland.
    • Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, eine Klimaforschungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen, geht in einem Szenario für das Jahr 2010 davon aus, dass das Internet in Deutschland mehr als 30 Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen wird. Davon entfällt
      • der größte Teil auf PCs, der Rest verteilt sich
      • auf Server,
      • Provider und
      • Datenleitungen für Onlinehandel und Mailverkehr.
    • Werde der derzeitige auf fossilen Brennstoffen und Atomenergie beruhende Strom-Mix beibehalten, sei das Internet im Jahr 2010 für 18,5 Millionen Tonnen CO2 und mehr als 27 Tonnen hochradioaktiven Atommüll verantwortlich, befürchtet Greenpeace.
... jeder einzelne kann einiges tun:
  1. So sollte man statt zu Desktop-Computern zu Notebooks greifen, die ein Drittel weniger Energie verbrauchen.

  2. Außerdem sollte man auf den Standby-Modus verzichten und

  3. sich mit schlichten Hintergrundbildern begnügen.

  4. Und schließlich wäre schon viel gewonnen, wenn man von hohen Rechenleistungen beanspruchenden Bilddateien, Multimedia-Elementen, Video-Portalen und Online-Spielen nur dann Gebrauch machen würde, wenn es sinnvoll ist."

  5. Atomstromfreies Internet - Powered by Greenpeace: Du willst mithelfen, das Internet grün zu machen? Dazu gibt es viele Möglichkeiten, und eine davon kostet dich nicht einmal etwas!
    • Af-I Webmail
      Mit dem atomstromfreien E-Mail-Account schenken wir dir 20 MB grünen Speicherplatz für E-Mails, und das sogar komplett ohne Werbung! Wenn du willst, kannst Du Deine E-Mails ab sofort ökologisch korrekt verschicken.
      Hol Dir jetzt deine neue E-Mail-Adresse!
    • Af-I Website
      Wenn deine Website atomstromfrei sein soll, lass Sie doch von einem unserer Partner hosten! Du hast schon eine Internetseite? Dann ziehe damit zu einem unserer zertifizierten Provider um!
      Wir zeigen dir, zu wem…
    • Af-I Server
      Auch deinen Server kannst du jetzt atomstromfrei housen lassen, wenn du ihn ins Rechenzentrum einer unserer Af-I Service Provider stellst.
      Hier gibt es atomstromfreie Server!
    • Kleiner Tipp: Wenn du möchtest, dass dein Server bei dir zuhause steht, ist das kein Problem: Dann kannst du Af-I User werden und deinen Strom von Greenpeace energy beziehen!
    • Af-I User
      Du willst nicht nur Dein Internet, sondern auch deinen Computer mit grünem Strom versorgen? Dann werde doch Stromkunde bei Greenpeace energy! Das geht ganz einfach, du kannst sogar online wechseln. Deine Waschmaschine, dein Toaster und alle anderen Geräte in deiner Wohnung werden dann gleich mit grün! Damit machst du dich unabhängig von grauem Strom, der Atommüll erzeugt und die Erde erwärmt.
      Ich möchte atomstromfrei leben!


Quelle: wdr Fernsehen, Quarks & Co, 2001

Energieszenarien: Wie errechne ich meine persönliche Energiebilanz?

Eine erste grobe Abschätzung gibt der Verbrauch an Primärenergie pro Kopf in Deutschland: Das sind jährlich
  • 6 Tonnen Steinkohleeinheiten =
  • gut 50.000 Kilowattstunden (kWh) =
  • 5000 Liter Heizöl.


CO2-Emission verschiedener Energieträger bei vollständiger Umsetzung:

  • Gas 0,19 kg/kWh
  • Steinkohle 0,33 kg/kWh
  • Braunkohle 0,41 kg/kWh
  • Übrigens entsteht beim Verbrennen von 1 l Diesel soviel CO2 wie bei 1,135 l Benzin.

    Der durch die Nutzung fossiler Energieträger wie Öl, Erdgas und Kohle erzeugte hohe Ausstoß von Kohlendioxid droht unser Klima nachhaltig zu verändern. Deutschland hat sich selbst verpflichtet, diesen Ausstoß bis 2005 um 25 Prozent zu reduzieren. Niemand kann in die Zukunft sehen, aber dieses Ziel auch wirklich zu erreichen dürfte sehr schwierig werden. Ende 1997, sozusagen Halbzeit, waren schon mehr als 10 Prozent Reduzierung geschafft (894 Megatonnen 1997 gegenüber 1014 Megatonnen 1990). Im gleichen Zeitraum hat der Primärenergieverbrauch aber nur um 3 Prozent abgenommen. Die Differenz ist leicht zu erklären: Im Zuge der deutschen Einheit wurden im Osten der Republik zahlreiche Kraftwerke von Kohle auf Gas umgestellt. Die sogenannte CO2-Intensität von Gas ist aber nur etwa halb so hoch wie die von Kohle, d.h. beim Verbrennen derselben Energiemenge wird nur halb so viel Kohlendioxid frei. Grund dafür ist das günstigere Verhältnis von Kohlenstoff zu Wasserstoffatomen im Gasmolekül. Weil die Umstellung von Kohle auf Gas weitgehend abgeschlossen ist, dürfte die weitere Reduktion des Kohlendioxidausstosses weit schwieriger werden.


    Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen

    Kompensationsanbieter

    Viele umweltbewusste Menschen haben aufgrund ihrer CO2-Emissionen mittlerweile ein schlechtes Gewissen. Clevere Unternehmer machen sich das zunutze und wollen gleichzeitig der aufgeheizten Atmosphäre zu Hilfe kommen.

    Standardisation of Verified Emission Reductions
    Gold Standard Foundation Gold Standard Label

    The Gold Standard works three ways: as a foundation, a project development method, and a credit label:

    a)    The Gold Standard is a non-profit foundation, based in Basel, Switzerland. At headquarters, we manage questions and applications about the Gold Standard accreditation process.

    b)    Projects that use the Gold Standard method are the premium projects in the carbon market. The project method requires the use of renewable energy and energy efficiency technologies that promise sustainable development for the local community. All Gold Standard projects are rigorously tested for environmental quality by registered third parties.

    c)    The Gold Standard carbon credit label is awarded after third party validation and verification of the offset project. Gold Standard credits are in high demand due to rising awareness about the need for rigor and transparency in the carbon market.


    Glossary

    Es gibt Firmen ("Kompensationsanbieter"), z.B.

    • Compare Carbon Offsetters
      Compares Quality, Price, Projects, Certification. The First Green Directory to neutralize all its carbon emissions.
      Looking for organic food, cheap clean energy, a sustainable house, organic cotton, a vegetarian date, an organic farm, a sustainable community or eco products?
      Welcome to EcoBusinessLinks - Green Directory
      +300 categories +8,000 green links +1,000,000 visitors/year
    • greenOrange
      greenOrange handelt mit so genannten Emissionsberechtigungen. Diese werden vereinfacht als "Zertifikate" bezeichnet. Jedes Zertifikat entspricht 1 t CO2, die durch spezielle Klimaschutzprojekte eingespart wurde.
      Wir bieten diese Zertifikate Privatpersonen und Unternehmen an, die nicht zur Teilnahme am gesetzlichen Emissionshandel verpflichtet sind, die aber trotzdem etwas für den Schutz unseres Klimas tun mšchten.
      Diese Zertifikate stellen also eine Möglichkeit dar, sich aktiv am Ausbau der regenerativen Energieversorgung und an der Reduzierung von CO2- Emissionen zu beteiligen.
      In unserem Ablaufdiagramm wird genau erklärt, wie greenOrange funktioniert.
    • Allianz-Autoversicherung
      (sie bietet in Kombination mit der Kfz-Versicherung den Kauf von CO2-Minderungzertifikaten nach "Gold-Standard" an - Kosten (Stand: September 2007): 37 EUR pro Tonne emittierten CO2)
    • Emissionshandels-Gesellschaft Michael Pohlmann,
    • Carbon Neutral Company,
    • Myclimate,
    • Atmosfair,
      "atmosfair ist eine gemeinnützige GmbH, die aus einem Forschungsprojekt des Bundesumweltministerium entstand und von der Umweltorganisation Germanwatch und dem forum anders reisen initiiert wurde. Als non-profit Organisation sind kommerzielle Interessen ausgeschlossen. So lässt sich garantieren, dass mit den atmosfair-Geldern so viel wie möglich für den Klimaschutz getan wird. Mindestens 80 Prozent der Einnahmen fließen in Klimaschutzprojekte. Damit entspricht die Mittelverteilung bei atmosfair den Anforderungen des deutschen Spendensiegels."
      Schirmherren: Prof. Dr. Hartmut Graßl (Physiker, Ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg), Prof. Dr. Mojib Latif (Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel), Prof. Dr. Klaus Töpfer (Ehemaliger Exekutiv-Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, UNEP)
    • climatefriendly
      "Neutralise your carbon emissions and help slow global warming by purchasing green energy credits through Climate Friendly™.

      Easily calculate the emissions from your car, air travel, home, office, or event, and pay online to neutralise your emissions today. We also have packages for those in a rush or after a great gift idea.

      The money you spend will support new renewable energy projects that prevent as much greenhouse gas from entering our atmosphere as you have released.

      Why Climate Friendly?
      What are carbon credits?"
    • NativeEnergy
      "NativeEnergy helps you help build Native American (auf deutsch: Indianer), farmer-owned, community based renewable energy projects that create social, economic, and environmental benefits. Native Americans and farmers traditionally care for and care about the environment because they are also very dependent on the gifts of the Earth for their survival. They are seeking a way to build their economies and their communities.  This is one of the reasons we developed our novel approach to renewable energy; we want our business – our work – and so also our customers’ purchases, to make a real difference."
    • 3C,
    • Carbon Fund
    die einen regelrechten "Ablasshandel" mit der Klimabelastung betreiben - sie bieten Betrieben oder Einzelpersonen freiwillige Kohlendioxid-Ausgleichsmaßnahmen an. Für ein Jahr Autofahren, was einem CO2-Ausstoß von etwa zwei Tonnen entspricht, bezahlt der reuige Umweltsünder bei der Carbon Neutral Company zum Beispiel rund 20 Euro. Das Geld kommt einem Klimaschutzprojekt zugute. (Quelle: "Klimaschutz im Alltag", Quarks & Co, Sendung vom 30.1. 2007, tagesschau.de)

    Short list (in cache) of policy initiatives, business efforts, and actions by individuals which WWF has helped to bring to life and which illustrate the growing movement of actions and activists who want to help turn the tide.


    CO2-Rechner


    The Engineering Toolbox

    Resources, Tools and Basic Information for Engineering and Design of Technical Applications!
    The environmental emission of Carbon Dioxide - CO2 - from the combustion of different fuels can be approximated  from the table below:

    Fuel Emission of CO2
    (kg/kWh)
    Coal 0.34
    Light Oil 0.28
    Natural Gas 0.20
    Methane 0.20
    LPG - Liquid Petroleum Gas [Flüssiggas] 0.20
    Bioenergy 0


    Carbon Intensity Factor

    You can make a more accurate calculation of your personal or household CO2 emissions by multiplying your actual energy use, as specified in fuel / utility bills, by relevant 'carbon intensity factors'. Carbon intensity factors for the major fuels are as follows:

    Fuel Carbon intensity factor
    Natural gas 0.19 kg CO2 /kWh
    LPG - Liquid Petroleum Gas 0.21 kg CO2 /kWh
    Heating oil 0.27 kg CO2 /kWh
    Coal 0.32 kg CO2 /kWh
    Woodfuel (if sustainable) 0.0 kg CO2 /kWh
    Gasoline / Petrol 2.30 kg CO2 /litre
    Diesel 2.63 kg CO2 /litre

    The carbon intensity factor for electricity depends on the fuel used for generation and the efficiency of conversion. Typical factors are as follows:

    Power Plant Fuel Carbon intensity factor
    Coal 0.92 kg CO2 /kWhel
    Gas 0.52 kg CO2 /kWhel
    Nuclear2 0.0 kg CO2 /kWhel
    Renewable3 0.0 kg CO2 /kWhel


    1Woodfuel is a biofuel so carbon released on combustion is equivalent to carbon taken up in the growing of the plant. Some CO2 may be emitted as a result of harvesting, processing and transport.
    2No CO2 is released from the production of electricity but processes of uranium mining, enrichment and transport do cause CO2 emissions.
    3No CO2 emissions are produced from electricity generation but some may be associated with the construction of installations.

    Most electricity suppliers use a mixture of different generation sources. Some utility companies can provide customers with details of fuels used and average carbon intensity factors. Emissions from electricity usage are calculated by multiplying the estimated usage by average electricity grid carbon intensity factors for each country, as shown in the next paragraph.

    Indirect Systems
    Jaime Arias, Dept. of Energy Technology, Royal Institute of Technology Sweden

    The average of the CO2 Emission

    • from a carbon power plant is about 1.11 [kg CO2/kWhel],
    • from oil power plant is about 0.77 [kg CO2/kWhel],
    • from a gas power plant is about 0.55 [kg CO2 /kWel] and
    • from a nuclear and hydroelectric power plant is 0.00 [kg CO2/kWhel].

    Regional Conversion Factor (RC)
    also called Electricity Grid Carbon Intensity Factor

    Regional Conversion Factor (RC) is the emission of CO2 per unit of electrical energy kWhel delivered, measured in [kg CO2/kWhel, with kWhel meaning kWh electrical energy].

    The best value of the RC (as of 2003 ?)
    EU Conversion Factor
    Quelle: Modell "Globales Emissions-Modell Integrierter Systeme" GEMIS, , Öko-Institut, Darmstadt, Prozess "Netz-el-DE-lokal-HH/KV-2000"


    Energieinhalt

    Brennstoff Heizwert (unterer)
    Steinkohle (Anthrazit) 9,3 kWh/kg
    Zechenkoks 8,2 kWh/kg
    Braunkohle 5,5 kWh/kg
    Holz (luftgetrocknet) 4,3 kWh/kg
    Stroh (luftgetrocknet) 3,3 kWh/kg
    Stadtgas 4,6- 5,5 kWh/m3
    Ferngas 4,5- 5,3 kWh/m3
    Erdgas 7,6- 11,8 kWh/m3
    Propan als Gas bei 50 mbar
    Propan als Flüssigkeit bei 15 C (Umrechnungsfaktor: 1 mö Gas = 3.724 L Flüssigkeit)
    24,5- 26,0 kWh/m3
    12,6- 13,7 kWh/kg = 6.98 kWh/L Propanflüssigkeit
    Heizöl EL 11,6 kWh/kg


    Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

    KWK-Potenzial in Deutschland
    In Deutschland wird etwa doppelt so viel Wärme verbraucht wie Strom.
    Die Kraft-Wärme-Kopplung kann nach physikalisch-technischen Prinzipien
    diesen Energiemix (2 Teile Wärme / 1 Teil Strom) liefern.
    Die gezeichneten KWK-Potenziale sind demgegenüber die wirtschaftlich erreichbaren.

    Physikalisch-technischer Hintergrund

    Wird 1 kWh Strom (aus Brennstoff, im Cache)) erzeugt, fallen zusätzlich etwa 2 kWh Wärme an. Diese 2 kWh können
    • zu Heizzwecken weiterverwendet werden (dies nennt man Kraft-Wärme-Kopplung, KWK) oder
    • als Abwärme in Kühltürmen verschwendet werden.
    Vorwiegend in den neuen Bundesländern wird die Kraft-Wärme-Kopplung seit Jahrzehnten eingesetzt.

    Zur Zeit (2007) werden in Deutschland etwa 20 Millionen Tonnen CO2 durch KWK-Anlagen eingespart.


    Anteil des in KWK-Anlagen erzeugten Stroms an der gesamten erzeugten Strommenge
    Prozentualer Anteil des in KWK-Anlagen erzeugten Stroms an der gesamten erzeugten Strommenge (Stand 2006).

    Mehr Effizienz ist gefordert:
    Deutscher Nachholbedarf bei der Kraft-Wärme-Kopplung

    Markus Rimmele

    (Quelle: Deutschlandfunk, Umwelt und Verbraucher, 30.11.2006, im Cache)

    Um beim Klimaschutz voranzukommen, sind Energiesparen und der Einsatz erneuerbarer Energien angesagt. Aber auch eine effizientere Energienutzung kann den CO2-Ausstoß mindern. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung hinkt Deutschland im europaweiten Vergleich hinterher.

    • In Dänemark liegt der Anteil der im KWK-Verfahren gewonnenen Elektrizität bei 50 Prozent,
    • in den Niederlanden bei 30,
    • in Polen bei 17,
    • in Deutschland aber nur bei 12 Prozent - "zum Unmut der EU-Kommission, die von Deutschland eine Verminderung der Treibhausgas-Emissionen fordert". Guido de Wilt, der zuständige EU-Beamte in Brüssel

    Kraft-Wärme-Kopplung: Kritik an Gesetzesnovelle
    Fachleute und Umweltschützer fordern Alternativen zu Kraftwerken.

    pts - Presseinformation (D), 14. November 2007

    "Eine Studie im Auftrag des [Bundeswirtschafts-]Ministeriums hat nach Dieter Attig (neuer Präsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung)

    1. ein wirtschaftliches KWK-Potenzial von annähernd 60% an der Stromerzeugung ermittelt im Vergleich zu heute ca. 10%,
    2. in Meseberg habe die Bundesregierung 25% als Ziel bis 2020 aufgestellt,
    3. doch wenn es bei dem schwachen Anreizniveau des vorliegenden Entwurfs bleibe, würden nicht einmal 20% tatsächlich erreicht.

    Klaus Traube, energiepolitischer Sprecher [des Bundesverbands KWK], skizzierte die aus Sicht des Branchen übergreifenden Verbandes erforderlichen Änderungen (Stellungnahme zum BMWi-Entwurf der KWK-Gesetzesnovelle vom 9.10.07, im Cache).

    1. Es komme darauf an, mit dem neuen Gesetz ein starkes Signal für massive Investitionen in Fernwärme, industrielle KWK und Tausende kleiner Anlagen in Gewerbe, öffentlichen Einrichtungen und Wohnungsbau zu geben.
    2. Vor allem müsse künftig der gesamte erzeugte KWK-Strom eine Bonusvergütung erhalten und nicht wie bisher nur der in das öffentliche Netz eingespeiste."

    Energieeffizienz-Blockade aufbrechen
    Kraft-Wärme-gekoppelte Energieerzeugung muss rasch ausgebaut werden.

    Auszug aus der gemeinsamen Pressemitteilung vom 27. April 2005 von Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU)

    BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm erklärte: "Ohne massive Effizienzsteigerungen wird die Energiewende nicht gelingen. Dabei ist der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung entscheidend." Timm erinnerte daran, dass in Deutschland nur rund 10 Prozent des Strombedarfs über die Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden. In Finnland, Dänemark und den Niederlanden liege der Anteil zwischen 35 und über 50 Prozent. Eine Stromwirtschaft der Großstrukturen blockiere den Wandel [Die Bundesregierung wies [In dem vor kurzem erstellten Monitoring-Bericht zum KWK-Gesetz] ... darauf hin, dass das für 2010 angestrebte CO2-Reduktionsziel von mindestens 20 Mio. t p.a. nicht erreicht würde, weil der angekündigte marktkonforme Zubau der KWK von den Energiekonzernen nicht eingelöst werde, Verband Kommunaler Unternehmen (VKU)-Vorschläge für KWK-Förderung / Stadtwerke könnten pro Jahr 3,5 Mio. t CO2 einsparen (15.11.2006), hinzugefügt von J. Gruber]. Die aktuell verkündeten Planungen neuer Mammutkraftwerke würden die nach dem zweiten Weltkrieg etablierte Kraftwerksstruktur bis über die Mitte des 21. Jahrhunderts hinaus fortschreiben.

    Der Generalbevollmächtigte der Stadtwerke Leipzig, Winfried Damm, forderte die Bundesregierung auf, "jetzt die Rahmenbedingungen für die nächste Kraftwerksgeneration richtig zu setzen." Die Fernwärmestandorte in Ostdeutschland, aber auch vielerorts in Westdeutschland müssten jetzt entscheiden, ob sie weiter auf die effiziente und Klima schonende Kraft-Wärme-Kopplung setzen oder Strom und Wärme künftig wieder getrennt bereitstellen sollen. Damm: "Sollten die Kraftwerksbetreiber keine verlässlichen Rahmenbedingungen vorfinden, werden sie die bestehenden Anlagen auf Verschleiß fahren und in wenigen Jahren endgültig abschalten." Vor ähnlichen Entscheidungen, die weitere Arbeitsplätze kosten würden, stünden neben den Stadtwerken Leipzig mindestens weitere sieben ostdeutsche Stadtwerke, die ebenfalls kommunale KWK-Anlagen betreiben.


    Wärmepumpen

    Jens Schuberth

    Umweltbundesamt, Fachgebiet I 4.4 "Rationelle Energienutzung"
    Dessau, 13. April 2007
    "Elektrische Wärmepumpen stellen Energie für die Gebäudeheizung bereit, indem sie relativ kühle Umgebungswärme aus Erdreich, Wasser oder Luft auf ein nutzbares Temperaturniveau heben ("pumpen"), wobei sie elektrischen Strom verbrauchen. Da sie einerseits erneuerbare Umweltwärme verwenden, andererseits aber auch aus nichterneuerbaren Energieträgern erzeugten Strom, sind sie eine Art "Zwitter" unter den Heizungssystemen.
    Die Effizienz der Wärmepumpenanlage (die Jahresarbeitszahl JAZ) ist gut [>> 3], wenn die Installation folgende Punkte erfüllt:
    • Hohe Güte des Wärmepumpenaggregates selbst (hohe Leistungszahl)
    • gute Abstimmung der installierten Einzelkomponenten
    • möglichst konstant hohe Temperatur der verwendeten Wärmequelle (Abwärme oder warmes Abwasser sind besser als Außenluft)
    • niedrige Vorlauftemperatur und kleine Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizungsvorlauf.
    ... Auch wenn man zukünftige Bestwerte für die Effizienz elektrischer Wärmepumpen annimmt, können z.B. erdwärmegestützte Wärmepumpen nur bis zu 35 % weniger Treibhausgase emittieren als Gas-Brennwertheizungen."

    Erklärung:
    "Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt die Energieeffizienz einer elektrischen Wärmepumpe: Sie ist das [über] ein Jahr [ge]mittelte Verhältnis von abgegebener Nutzwärme (Heizarbeit, [kWhth]) für die Raumheizung zu dem dazu erforderlichen Aufwand (Antriebsarbeit). Bei elektrischen Wärmepumpen ist dies der erforderliche elektrische Strom [kWhel].
    [JAZ = kWhth/kWhel]
    Zum Beispiel bedeutet eine JAZ von 3.0 für eine elektrische Wärmepumpe, daß für die Bereitstellung von 3 kWh Nutzwärme 1 kWh elektrischer Strom erforderlich ist."

    "Angenommene Bestwerte von Jahresarbeitszahlen (JAZ)
    elektrischer Wärmepumpen für ein Heizsystem
    mit 35 C Vorlauftemperatur und 28 C Rücklauftemperatur"

    Wärmequelle Angenommene Bestwerte der JAZ
    elektrischer Wärmepumpen
    Grundwasser 5.0
    Erdreich 4.3
    Außenluft 3.8

    "Diese Bestwerte berücksichtigen das Entwicklungspotenzial elektrischer Wärmepumpen. Thermodynamische und technische Gründe sprechen dafür, daß neue und optimierte elektrische Wärmepumpen näherungsweise diese Bestwerte der JAZ erreichen können."


    CO2-Emissionen (Äquivalente) ausgewählter Heizungssysteme

    Langfassung [0,196MB],
    Kurzfassung [0,1MB] (im Cache, mit Annotation von J.G.)


    Vattenfall's global climate abatement map

    reduction potential according to Vattenfall Study
    BAU = Business As Usual
    Ein totales Reduktionspotential wurde identifiziert, das die Reduktionsanforderung von etwa 27 Gt CO2 erfüllt. Die Kosten der Reduktion werden weniger als 40 EUR/t CO2 betragen und werden -im Mittel im Jahr 2030- schätzungsweise bei 15 EUR/t CO2 liegen.

    Zum Vergleich: Die mittlere CO2-Emission in Deutschland liegt bei 11 t CO2 pro Person und Jahr, die Erde verträgt aber nur 1 t CO2 pro Person und Jahr.


    Eine Verringerung seiner CO2-Emission um 40 % bis 2020 würde jeden von uns weniger als 1 Euro pro Tag kosten oder 50 Euro pro jährlich eingesparter Tonne CO2.

    • Interview mit Klaus Müschen vom Umweltbundesamt (im Cache), Deutschlandfunk, Umwelt und Verbraucher, 14.2.2007
      Bis 2020 werden wir in Deutschland 25 - 30 % der CO2-Emissionen gegenüber 1990 einsparen. Dieser hohe Wert liegt an den "Lernkurven" von Technologien.

      [unsere] überschlägige Rechnung: Wenn wir Deutsche bis 2020 unsere Treibhausgasemissionen um 40% reduzieren wollen, dann müßten wir ungefähr 11 Milliarden Euro pro Jahr einsetzen, um dies zu erreichen, d.h. 25 Euro pro Privathaushalt pro Monat.

      (vgl. dazu den globalen Wert der IPCC, Seite 12, Tabelle SPM.4 von Summary for Policymakers (im Cache). In: Climate Change 2007: Mitigation. Contribution of Working Group III to the Fourth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, the IPCC Fourth Assessment Report (AR4), B. Metz et al. (eds), Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA).

      Das wäre überdies ein "famoses" Wirtschaftsprogramm.

      Erklärung:
      Diesen Betrag (11 Milliarden Euro in Deutschland pro Jahr oder 25 Euro pro Privathaushalt und Monat) erhält man, wenn man die von heute bis 2020 notwendigen Ausgaben um die Einsparungen verringert, die im Rahmen der Maßnahmen in diesem Zeitraum erzielt werden. Einsparungen erzielt man z.B. bei der Gebäudeheizung, nachdem man sein Gebäde wärmegedämmt hat. Besonders in der Anfangsphase, z.B. beim Anbau der Wärmedämmung, werden also Privathaushalte zur CO2-Reduktion pro Monat mehr als durchschnittlich 25 Euro ausgeben. Aber im Jahre 2020 wird eine rückblickende Bilanz der Ausgaben und Einsparungen im gesamten Zeitraum 2008 - 2020 den Durchschnittswert von 25 Euro pro Privathaushalt und Monat ergeben.

    • Christoph Erdmenger, Harry Lehmann, Klaus Müschen, Jens Tambke Klimaschutz in Deutschland: 40%-Senkung der CO2- Emissionen bis 2020 gegenüber 1990, Umweltbundesamt Dessau, 5. Mai 2007 (im Cache)

      Umsetzung in die deutsche Politik:

      • "Energie 2.0 - Die grünen Maßnahmen bis 2020" (im Cache).
        Das Dokument enthält einen konkreten Maßnahmenkatalog für die Erreichung einer 40 % Emissionsreduzierung bis 2020. Dieses Konzept wird von den Grünen als Antrag in den parlamentarischen Prozess eingebracht. Die genannte UBA-Studie ist eine der Grundlagen des Energiekonzepts.

        Die Grünen halten die Emissionsreduzierung nicht nur für notwendig sondern auch für möglich. Es ist ein zentrales Anliegen unserer Politik - auf allen Ebenen.

        Weitere Informationen über grüne Klimapolitik: Kampagne "Klimaschutz für alle".

      • Nationales Sofortprogramm und verbindliche Ziele für den Klimaschutz festlegen, Antrag der Abgeordneten Eva Bulling-Schröter, ... und der Fraktion DIE LINKE, Deutscher Bundestag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/5129, 25.04.2007 (im Cache)

      "... eine proportionale Aufteilung der erforderlichen CO2-Emissionsminderungen auf die verschiedenen volkswirtschaftlichen Sektoren (Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen, Haushalte) [ist] nicht zielführend. Stattdessen orientiert das UBA sich bei der Aufteilung der Minderungsziele an folgenden Kriterien:

      • Wirtschaftlichkeit der vorhandenen Minderungspotenziale, also geringst mögliche Vermeidungskosten pro verminderte Tonne CO2.
      • Überwindbarkeit der Hemmnisse zur Emissionsminderung.
      • Realisierungschance erforderlicher Verhaltensänderungen.

      BarChart der Reduktionen
      Minderungsziele nach Bereichen.
      (Minderungsziele nach Maßnahmen)
      Damit werden die Minderungsziele (prozentuale Minderung 2020 gegenüber 1990, absolute Minderung in Mio t CO2-Äquivalent 2020 gegenüber 2005):
      • Energiewirtschaft (Strom-, zentrale Wärme-Erzeugung, Raffinerien, Kokereien): 41 %, 115 Mio t
      • Industrie: 53 %, 30 Mio t
      • Verkehr: 17 %, 30 Mio t
        Senkung der CO2-Emissionen pro km um 40 % (= 15 Mio t CO2) gegenüber 2005.
        1. Eine CO2-abhängige Kfz-Steuer sollte - so, wie es die Koalitionsvereinbarung für die 16. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages vorsieht - eingeführt werden.
        2. Ein vergleichendes Label für Neuwagen mit Energieeffizienzklassen A-G (wie bei Haushaltsgeräten) ist erforderlich.
        3. Verbindliche Grenzwerte für den spezifischen CO2-Ausstoß sind erforderlich, damit das Ziel eines CO2-Ausstoß es für den Durchschnitt der Neuwagen von 130 g/km erreicht wird.
        4. Verlagerung in öffentlichen Personennahverkehr bzw. Schiene (ÖPNV) und Verkehrsvermeidung: 15 Mio t CO2
          Beispiel: Verlagerung von 5 % aller PKW-Fahrten im Stadtbereich auf ÖPNV und 30% aller PKW-Fahrten unter 5 km auf Fahrrad vermindern die CO2-Emissionen um 3 - 4 Mio t pro Jahr (Etwa die Hälfte aller Pkw-Fahrten ist kürzer als 5 km).
      • Haushalte: 43 %, 39 Mio t
        1. energetische Sanierung des Gebäudebestands und der Heizungsanlageneffizienz:
          Minderung um 20 Mio t CO2 (= 60 %), gleichbedeutend mit einer Erhöhung der Sanierungsrate von derzeit 0.6 % auf 2 %
        2. Verdoppelung der Kraft-Wärme-Kopplung
        3. 6 % Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung
      • Gewerbe, Handel, Dienstleistungen: 50 %, 10 Mio t

      Wie wird jeder von uns in seinem Privatleben einen Teil dieses Betrags aufbringen können?

      Staatliche Maßnahmen für Privathaushalte und Gewerbe: Aussagen des UBA-Berichts "Klimaschutz in Deutschland", 5. Mai 2007

      • Die Besteuerung der einzelnen Energieträger sollte sich an ihrer relativen Umweltschädlichkeit orientieren und auch den Aspekt der Ressourcenschonung berücksichtigen, um die Lenkungseffizienz der Energiebesteuerung sowie ihre Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund sollten sich die Relationen der Steuersätze für alle Energieträger zu 50 % nach dem Energiegehalt und zu 50 % nach der Treibhausgasemissionsrelevanz richten.

        Auf lange Sicht ist die Höhe der Energiesteuersätze schrittweise so zu justieren, daß sie zusammen mit den anderen Klimaschutzinstrumenten die mit dem Kohlendioxidausstoß verbundenen (also "externen") Kosten vollständig internalisieren. Auf der Grundlage aktueller Literaturauswertungen empfiehlt das Umweltbundesamt als beste Schätzung der externen Kosten den Wert 70 Euro pro Tonne CO2 zu verwenden. Bezogen auf diesen Wert betragen die externen Kosten der Stromerzeugung nach Berechnungen des Umweltbundesamtes im Durchschnitt derzeit knapp 6 Cent/kWh (ohne Einbeziehung der Kernkraft).

      • Die Bundesregierung sollte zusätzlich zur Verschärfung der Anforderungen der EnEV das CO2-Gebäudesanierungsprogramm so weiterführen und ergänzen, daß die jährliche Sanierungsrate möglichst bald auf 2,0 % steigt.
        [siehe auch Pressemitteilung, 22. August 2007, Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH):
        • "Ein 25 Jahre alter Heizkessel verbraucht im Schnitt 30 % mehr Erdgas oder Heizöl als ein moderner Gas- oder Ölbrennwertkessel. Bei den heutigen Energiepreisen zahlt sich die Investition [in einen solchen Kessel] bereits nach 7 Jahren aus."
        • Bis 2020 können in Gebäuden mehr als 30 % der CO2-Emissionen durch verdoppelten Einsatz von Brennwertkesseln und erneuerbaren Energien im Wärmemarkt eingespart werden.]
      • Bislang wurden in Deutschland die Bemühungen zur Energieeinsparung in Wohngebäuden durch die Ausweitung des Wohnflächenkonsums kompensiert. Um diesen Trend nicht weiter zu begünstigen, sollte die Bundesregierung die genannten Instrumente mit dem Abbau der Subventionen im Wohnungswesen flankieren. Abzuschaffen sind die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage für Bausparverträge, zu überprüfen sind die Subventionen zur Förderung der Wirtschafts- und Regionalstruktur. Auch sollten keine neuen, undifferenzierten Subventionen für Wohnungsneubau entstehen, zum Beispiel in Form einer pauschalen Förderung selbstgenutzten Wohneigentums im Zuge der "Riester-Rente".
        Gerade Wohneigentum führt erfahrungsgemäß zum Verharren angehender Seniorenhaushalte in der Familienwohnung, nachdem die Kinder ausgezogen sind. Dies mündet in einem hohen Pro-Kopf-Wohnflächenkonsum betagter Ein- und Zwei-Personenhaushalte, während gleichzeitig junge Familien unter Umständen zusätzliche Wohnungen bauen müssen. Dadurch entsteht neue Wohnfläche, die im Winter geheizt und im Sommer ggf. gekühlt werden muss. Zielführender wäre die Förderung des Umzugs von Senioren in kleinere Wohnungen in Lagen mit guter Infrastruktur.

      • Der Effizienzwettlauf ist eine Kombination aus der Vorgabe von Effizienzstandards und einer Pflichtkennzeichnung, die beide regelmäßig an die Entwicklung der Technik anzupassen sind. Er ist eine Weiterentwicklung der Instrumente "Verbrauchszielwerte" aus der Schweiz und des japanischen "Top-Runner"-Programms.

      • Deutschland braucht einen Energieeffizienzfonds zur Förderung eines Portfolios verschiedener Energieeffizienz-Aktivitäten, weil die Transaktionskosten bei vielen Einsparmaßnahmen aus Sicht der Akteure relativ hoch sind. ... Ein Vorschlag des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie für die Einrichtung eines Energieeffizienzfonds ist die Ausstattung des Fonds mit einem Finanzvolumen von 5,8 Mrd. Euro in einem Zeitraum von fünf Jahren vor (hauptsächlich von 2006 - 2010, Wuppertal Institut 2005, Ein Energieeffizienz-Fonds für Deutschland, Konzept für einen Energieeffizienz-Fonds in Deutschland, Wuppertal, Februar 2005). Mit diesem Finanzvolumen ergeben sich Einsparungen von 31,5 TWh Strom pro Jahr und mehr als 35 TWh Gas, Öl, Fernwärme und Kohle pro Jahr. Das UBA empfiehlt, den Energieeffizienzfonds vor allem über den vorgeschlagenen Abbau klimaschädlicher Energiesteuervergünstigungen zu finanzieren.

      Projekte des World Wildlife Funds

      • Stop Climate Change - It Is Possible, a short WWF list (in cache) of policy initiatives, business efforts, and actions by individuals

      Positionspapier der Klima-Allianz und Deutschen Umwelthilfe Die Klima-Allianz schlägt u.a. folgende Maßnahmen vor http://www.die-klima-allianz.de/position.php (im Cache):

      • effektive, dynamische Anreizsysteme zur Senkung des Energieverbrauchs im Gebäudebereich und bei Elektrogeräten ("Top-Runner-Ansatz");
      • einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien und ein Moratorium für den Neubau von Kohlekraftwerken im Strombereich;
      • ein Fördergesetz für den Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärme- und Kältebereich;
      • eine Verdreifachung des Anteils der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis Erneuerbarer Energien und Erdgas;
      • strenge gesetzliche Verbrauchswerte für Kraftfahrzeuge und eine Begrenzung der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten auf verbrauchsstarke Modelle.

      Auf dem Weg zu einer Vollversorgung durch klimaverträgliche Erneuerbare Energien, verfolgen die Maßnahmen darüber hinaus das Ziel einer Reduktion der Treibhausgase von mindestens 80 Prozent bis Mitte des Jahrhunderts. "Es geht um nicht weniger als den vollständigen Umbau unserer Energieversorgung", so Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

      • Eckpunktepapier der Regierung stellt Weichen auf Scheitern - DUH fordert Vorrang für Klimaschutz (im Cache) vor Partikularinteressen strukturkonservativer Sektoren der Industrie und präsentiert eigene Vorschläge - Bundesregierung soll CO2-Minderungsbeiträge ihres Klimaschutz-Programms offen legen, Pressemitteilung, 20.08.2007

    Welches Problem ist vorrangig: die anstehende Klimakatastrophe oder -mehrere Jahrhunderte nach dem Ende unserer CO2-Ära- die fahrplanmäßige Eiszeit?


    William F. Ruddiman, Department of Environmental Sciences, University of Virginia, Charlottesville, VA 22904, U.S.A. E-mail: wfr5c@virginia.edu
    Ruddiman doesn't contradict global warming problems. Rather he interprets data over the past four ice ages to try to explain why we are not 2000 - 4000 years into the next one. He argues, based on isotopic data and concentration data for CO2 and methane, that human activities over the last 6000 - 8000 years (the development and spread of agriculture) have prolonged the interglacial period we are in.

    If Ruddiman's model is approximately correct, then after the hydrocarbon era we are in, is over (approx. 200 years) and the oceans have scavenged the greenhouse gases (a few 100 years), it might be possible to drop directly into another ice age and return to the program already supposed to be 4000 - 5000 years in progress.


    Ruddiman widerspricht den Problemen der globalen Erwärmung nicht. Eher interpretiert er die Daten im Zeitraum der letzten 4 Eiszeiten, mit dem Versuch, zu erklären, warum wir nicht schon seit 2000 - 4000 Jahren in der nächsten Eiszeit sind. Er argumentiert, auf der Basis von Isotopen Daten und Konzentrationsdaten für CO2 und Methan, daß menschliche Aktivitäten während der letzten 6000 - 8000 Jahren (der Entwicklung und Verbreitung der Landwirtschaft) die zwischeneiszeitliche Periode verlängert haben, in der wir sind.

    Jedenfalls, wenn Ruddimans Modell in etwa zutreffend ist, dann könnte es möglich sein, direkt in eine weitere Eiszeit zu fallen und zum Programm zurückzukehren, das schon 4000 - 5000 Jahre in Gang sein sollte, nachdem das Kohlenwasserstoff-Zeitalter, in dem wir sind, vorbei ist (etwa 200 Jahre) und die Ozeane die Klimagase aufgenommen haben (einige wenige 100 Jahre).


    version: 2. Mai 2008
    URL of this page
    Joachim Gruber