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Joachim Gruber
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Obamas Open Government Initiative

"Meine Administration setzt sich dafür ein, ein nicht-dagewesenes Maß an Offenheit in der Regierung zu schaffen. Wir werden zusammen daran arbeiten, öffentliches Vertrauen sicherzustellen und ein System von Transparenz, Bürgerbeteiligung und Zusammenarbeit zu etablieren. Offenheit wird unsere Demokratie stärken und Effizienz und Wirksamkeit in der Regierung befördern."

Langzeitsicherheit von Endlagern für hochradioaktiven Abfall - Ungelöste Probleme und erforderliche Wege

Die Diskussion über Endlagersicherheit stützt sich auf eine unzureichende Wissenschaft.

  • Die geologisch/geochemische Forschung ist noch lange nicht so weit, daß eine Endlager-Erkundung in dem Ausmaß angebracht wäre, wie sie in Gorleben stattfindet. Besonders die deutsche Forschung -mit ihrem enormen Rückstand gegenüber der internationalen Forschung- kann keinerlei Erkundungsprogramm entwerfen, auf Grund dessen die Sicherheit eines Endlagers untersucht werden könnte.

  • Mir bekannte wissenschaftliche Gründe dafür, daß Sicherheitsaussagen nicht gemacht werden können, sind im wesentlichen 2 Eigenschaften des geologisch/geochemischen Systems:

    1. seine Nichtlinearität, d.h. man kann aus bekanntem Verhalten nicht extrapolieren auf Verhalten bei bisher unbekannten, z.B. zukünftigen Einflüssen,

    2. seine Eigenschaft, sich selbst zu organisieren, d.h. aus dem uns bisher weitgehend unbekannten Fundus seiner Eigenschaften eine Auswahl zu treffen, auf Grund derer es sich von Zeitschritt zu Zeitschritt entwickelt. Als Veranschaulichung hiervon mag dienen, wie Wasser eine Glasplatte hinabläuft: Man kann die Entwicklung der Fließfinger nicht vorhersagen. Die geologisch/geochemische Selbstorganisation ist um ein bisher nicht abschätzbar Vielfaches komplizierter als dieses Fließverhalten.

  • Transparenz und Bürgerbeteiligung muß nach Meinung deutscher Medienexperten mindestens in der Form ablaufen, wie sie am 8. Dezember 2009 durch eine Direktive von Barack Obama der US-Administration vorgeschrieben worden ist. Das ist u.a. notwendig, um die Wissenschaftler (zu denen ich gehöre) sehr ernst mit der Verantwortung zu konfrontieren, die sie tragen.

    Im Prinzip (allerdings noch ohne Obama'sche Informationstechnologie-Basis) ist dies vom Arbeitskreis "Auswahlverfahren Endlagerstandorte" gefordert worden, der seinen Bericht 2002 an den damaligen Umweltminister Trittin abgeliefert hat. Der "Vorschlag der Gestaltung eines Dialog- und Beteiligungsprozesses in Gorleben" (Stand 14.2.2011, im Cache) von Umweltminister Röttgen benutzt eine unzeitgemäße repräsentativ-demokratische Struktur: Das Internet und die sozialen Medien erlauben ein stärkeres bürgerliches Engagement. Die dazu notwendige Informationstechnologie-Struktur kann direkt aus den USA importiert werden. Einzelheiten dazu

    • hat die US Federal Communication Commission ausgeführt (Beispiel) und
    • stellt die Sendereihe "Breitband" des Deutschlandradio Kultur fortlaufend vor (Beispiele).

    In diesem Zusammenhang von Interesse: "Offener Brief an Dr. N. Röttgen vom 8. Feb. 2011 (im Cache, 20.2.2011)


Version: 17. Mai 2014
Kontakt: Joachim Gruber
URL: http://acamedia.info